Mondfinsternis

totale Mondfinsternis am 21. Dezember 2010

Dienstag, 21. Dezember 2010

Sichtbarkeit
Sichtbar von der gesamten Nachtseite der Erde, in der der Mond über dem Horizont steht.
Dauer der Totalität
1 h 13 min

Am 21. Dezember 2010, dem Tag der Wintersonnenwende, ereignete sich eine totale Mondfinsternis mit einer Totalitätsdauer von 1 Stunde und 13 Minuten - eine für diesen Finsternistyp ansehnlich lange Kernschattenphase.

Bei einer totalen Mondfinsternis taucht der Mond vollständig in den Kernschatten der Erde ein. Da die Erdatmosphäre rotes und orangefarbenes Licht in den Schattenbereich bricht, leuchtet der Mond während der Totalität in einem charakteristischen Kupferrot bis Ziegelrot. Diese Färbung entsteht, weil die Atmosphäre kurzwelliges blaues Licht stärker streut und herausfiltert, während das langwellige rote Licht gebogen wird und den Mond trotz des Erdschattens noch beleuchtet. Intensität und Farbton hängen dabei von der aktuellen atmosphärischen Lage ab - nach Vulkanausbrüchen kann der Mond deutlich dunkler wirken.

Diese Finsternis war grundsätzlich von der gesamten Nachtseite der Erde aus zu sehen. In Mitteleuropa lag das Maximum gegen 08:16 UTC - für den mitteleuropäischen Winter bedeutete das frühe Morgenstunden, zu denen der Mond noch über dem westlichen Horizont stand. Beobachter in weiten Teilen Europas und Nordamerikas konnten zumindest Teile des Ereignisses verfolgen. Eine Mondfinsternis ist vollkommen ungefährlich und ohne jedes Hilfsmittel beobachtbar.

Den vollständigen Zeitablauf mit allen Phasen finden Sie in der Zeitstrahl-Tabelle dieser Seite.

Zeitlicher Ablauf

EreignisZeit
Halbschatten beginnt 05:29 UTC
Partielle Phase beginnt 06:32 UTC
Totalität beginnt 07:40 UTC
Maximum der Finsternis 08:16 UTC
Totalität endet 08:53 UTC
Partielle Phase endet 10:01 UTC
Halbschatten endet 11:04 UTC

Quelle: Berechnet mit astronomy-engine (VSOP87 / NOVAS C 3.1)