Mondfinsternis

totale Mondfinsternis am 15. Juni 2011

Mittwoch, 15. Juni 2011

Sichtbarkeit
Sichtbar von der gesamten Nachtseite der Erde, in der der Mond über dem Horizont steht.
Dauer der Totalität
1 h 41 min

Am 15. Juni 2011 ereignete sich eine der spektakulärsten totalen Mondfinsternisse des Jahrzehnts. Mit einer Totalitätsdauer von 1 Stunde und 41 Minuten zählte sie zu den längsten ihrer Art und war auf der gesamten Nachtseite der Erde gut zu beobachten - überall dort, wo der Mond zu diesem Zeitpunkt über dem Horizont stand.

Die Hauptsichtbarkeitszone umfasste große Teile Europas, Afrikas, Asiens sowie Australiens. Besonders günstig gelegen waren Beobachter auf dem indischen Subkontinent und in Ostafrika, wo der Mond zur Zeit des Maximums hoch am Himmel stand.

Das Herzstück jeder totalen Mondfinsternis ist die kupferrote Färbung, die der Mond während der Totalität annimmt. Sie entsteht, weil die Erdatmosphäre das Sonnenlicht beim Durchgang bricht und dabei vor allem die roten Wellenlängen in den Kernschatten der Erde lenkt. Je nach Trübungsgrad der Atmosphäre kann sich der Mond von tiefem Ziegelrot bis zu einem hellen Orange färben. Diese Beobachtung ist völlig ungefährlich und erfordert keinerlei Hilfsmittel - das Spektakel ist mit bloßem Auge, aber auch mit Fernglas oder Teleskop eindrucksvoll.

Alle genauen Phasenzeiten von der Halbschattenberührung bis zum Ende des Halbschattens sind in der Zeitstrahl-Tabelle auf dieser Seite aufgeführt.

Zeitlicher Ablauf

EreignisZeit
Halbschatten beginnt 17:24 UTC
Partielle Phase beginnt 18:22 UTC
Totalität beginnt 19:22 UTC
Maximum der Finsternis 20:12 UTC
Totalität endet 21:03 UTC
Partielle Phase endet 22:02 UTC
Halbschatten endet 23:00 UTC

Quelle: Berechnet mit astronomy-engine (VSOP87 / NOVAS C 3.1)