Mondfinsternis

totale Mondfinsternis am 31. Januar 2018

Mittwoch, 31. Januar 2018

Sichtbarkeit
Sichtbar von der gesamten Nachtseite der Erde, in der der Mond über dem Horizont steht.
Dauer der Totalität
1 h 17 min

Am 31. Januar 2018 ereignete sich eine totale Mondfinsternis, die zu den spektakulärsten des Jahrzehnts zählte. Der Mond tauchte dabei vollständig in den Kernschatten der Erde ein und verfärbte sich in das charakteristische Kupferrot, das dieser Erscheinung ihren volkstümlichen Namen “Blutmond” eingebracht hat. Die rötliche Tönung entsteht, weil die Erdatmosphäre das Sonnenlicht bricht und dabei kurzwellige blaue Anteile herausfiltert, während das langwellige rote Licht in den Erdschatten umgelenkt wird.

Die Totalität dauerte 1 Stunde und 17 Minuten, was sie zu einem ausgedehnten Ereignis machte. Als vollständige Mondfinsternis war sie grundsätzlich von der gesamten Nachtseite der Erde aus mit bloßem Auge und ohne jegliche Schutzausrüstung zu beobachten - sie ist für Beobachter ungefährlich. Besonders günstige Sichtbedingungen herrschten über Asien, Australien, dem Pazifikraum sowie Teilen Nordamerikas.

In Mitteleuropa befand sich das Ereignis zu ungünstig im Tagesverlauf: Der Mond stand während der Totalitätsphase unterhalb des Horizonts, sodass von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus keine Beobachtung möglich war.

Die genauen Uhrzeiten der einzelnen Phasen - vom ersten Halbschattenkontakt bis zum Ende des Halbschattens - sind in der Zeitstrahl-Tabelle auf dieser Seite aufgeführt.

Zeitlicher Ablauf

EreignisZeit
Halbschatten beginnt 10:50 UTC
Partielle Phase beginnt 11:48 UTC
Totalität beginnt 12:51 UTC
Maximum der Finsternis 13:29 UTC
Totalität endet 14:08 UTC
Partielle Phase endet 15:11 UTC
Halbschatten endet 16:08 UTC

Quelle: Berechnet mit astronomy-engine (VSOP87 / NOVAS C 3.1)