Mondfinsternis

partielle Mondfinsternis am 26. Juni 2010

Samstag, 26. Juni 2010

Sichtbarkeit
Sichtbar von der gesamten Nachtseite der Erde, in der der Mond über dem Horizont steht.

Am 26. Juni 2010 war eine partielle Mondfinsternis zu beobachten, bei der die Erde einen Teil ihrer Kernschatten auf den Mond warf, ohne ihn vollständig zu bedecken.

Bei einer partiellen Mondfinsternis gerät der Mond nur teilweise in den Kernschatten der Erde. Der betroffene Teil der Mondscheibe verfärbt sich dabei deutlich dunkler und nimmt oft einen rötlichen oder bräunlichen Ton an, weil gebrochenes Sonnenlicht aus der Erdatmosphäre in den Schattenbereich fällt. Der nicht von der Erde abgedeckte Teil bleibt dagegen hell beleuchtet. Diese Finsternis war mit einem Bedeckungsgrad von 51 Prozent gut mit bloßem Auge wahrnehmbar.

Grundsätzlich ist eine Mondfinsternis von der gesamten Nachtseite der Erde sichtbar, sofern der Mond über dem Horizont steht. Eine Schutzbrille oder ein Teleskop ist nicht erforderlich - die Beobachtung ist völlig ungefährlich.

Zum Zeitpunkt des Maximums um 11:38 UTC befand sich das Ereignis jedoch für Mitteleuropa am Tageshimmel, da der Mond zu dieser Stunde unter dem Horizont stand. Beobachter im Pazifik, in Amerika und Australien hatten günstigere Sichtbedingungen.

Den vollständigen zeitlichen Ablauf mit allen Kontaktpunkten entnehmen Sie bitte der Zeitstrahl-Tabelle dieser Seite.

Zeitlicher Ablauf

EreignisZeit
Halbschatten beginnt 08:56 UTC
Partielle Phase beginnt 10:16 UTC
Maximum der Finsternis 11:38 UTC
Partielle Phase endet 13:00 UTC
Halbschatten endet 14:19 UTC

Quelle: Berechnet mit astronomy-engine (VSOP87 / NOVAS C 3.1)