Brennweite
Die Brennweite bezeichnet den Abstand zwischen einer Linse (oder einem Spiegel) und dem Punkt, an dem parallel einfallendes Licht nach der Brechung oder Reflexion zu einem Fokus gebündelt wird. Sie ist eine der wichtigsten Kenngrößen eines optischen Systems und wird in Millimetern oder Metern angegeben.
In der Teleskopkunde bestimmt die Brennweite des Objektives entscheidend, wie stark das Teleskop vergrößert und welchen Bildmaßstab es erzeugt: Eine lange Brennweite liefert ein größeres Bild eines einzelnen Objekts, ein kurze Brennweite erfasst ein größeres Gesichtsfeld. Die tatsächliche Vergrößerung eines Teleskops ergibt sich als Quotient aus der Brennweite des Objektives und der Brennweite des verwendeten Okulars. Ein Teleskop mit 1.000 mm Brennweite und einem 10-mm-Okular vergrößert also 100-fach.
Das Öffnungsverhältnis - auch als f/Zahl bekannt - wird ebenfalls aus der Brennweite berechnet: Es ist der Quotient aus Brennweite und Öffnungsdurchmesser (z. B. f/8 bei 1.000 mm Brennweite und 125 mm Öffnung). Kleine f/Zahlen stehen für lichtstarke, großfeldsichtige Systeme; hohe f/Zahlen für planetentaugliche, kontrastreiche Optiken. Die Wahl der richtigen Brennweite richtet sich daher stark nach dem Beobachtungsziel.