Emissionsnebel

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Ein Emissionsnebel bezeichnet eine leuchtende Gaswolke im interstellaren Raum, die durch die energiereiche Strahlung naher heißer Sterne zum Leuchten angeregt wird. Die ultraviolette Strahlung dieser Sterne ionisiert das Wasserstoffgas der Wolke, und beim Rekombinieren der Elektronen mit den Ionen wird Licht charakteristischer Wellenlängen emittiert.

Das bekannteste Beispiel ist der Orionnebel (Messier 42), rund 1.350 Lichtjahre von der Erde entfernt, der mit bloßem Auge als verschwommener Fleck unterhalb des Oriongürtels sichtbar ist. Emissionsnebel erscheinen häufig in rötlichen bis rosafarbenen Tönen, da die dominante H-alpha-Linie des Wasserstoffs bei 656 Nanometern im roten Spektralbereich liegt.

Emissionsnebel sind oft aktive Sternentstehungsgebiete, in denen aus dem Gas und Staub neue Sterne kondensieren. Die jungen, massereichen Sterne wiederum liefern die ionisierende Strahlung, die die Nebelhülle zum Leuchten bringt. Astronomen unterscheiden Emissionsnebel von Reflexionsnebeln, die kein eigenes Licht aussenden, sondern lediglich das Sternenlicht in bläulichen Tönen streuen, sowie von Dunkelnebeln, die das Licht dahinter liegender Objekte absorbieren.