Kosmologische Konstante

kosmosastrophysik

Kosmologische Konstante bezeichnet einen Term in Einsteins Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie, der mit dem griechischen Buchstaben Lambda (Λ) symbolisiert wird und eine gleichmäßig im Raum verteilte Energiedichte beschreibt, die der Gravitation entgegenwirkt. Einstein führte diesen Term 1917 ein, um ein statisches Universum zu modellieren - und verwarf ihn nach Hubbles Entdeckung der kosmischen Expansion, die er als seinen “größten Fehler” bezeichnete.

Die erneute Relevanz der kosmologischen Konstante ergab sich 1998, als Messungen von Supernovae des Typs Ia zeigten, dass die Expansion des Universums sich beschleunigt - nicht verlangsamt. Eine positive kosmologische Konstante kann diese beschleunigte Expansion erklären: Sie entspricht einer Art negativem Druck oder “Dunkler Energie”, die den Raum auseinandertreibt. Nach dem kosmologischen Standardmodell (Lambda-CDM) entfallen rund 68 % der gesamten Energiedichte des Universums auf diesen Lambda-Term.

Die physikalische Natur der kosmologischen Konstante ist nach wie vor ungeklärt. Quantenfeldtheoretische Vorhersagen für die Vakuumenergie weichen um viele Größenordnungen vom beobachteten Wert ab - dieses Missverhältnis gilt als eines der ungelösten Probleme der modernen Physik.