Schwarzes Loch
Schwarzes Loch bezeichnet ein Raumobjekt mit so extremer Massenkonzentration, dass seine Schwerkraft selbst Licht nicht entkommen lässt. Die Grenzfläche, ab der kein Entrinnen mehr möglich ist, nennt sich Ereignishorizont; sein Radius heißt Schwarzschild-Radius. Für ein Objekt mit der Masse der Sonne läge dieser Radius bei etwa 3 km.
Schwarze Löcher entstehen typischerweise am Ende des Lebens sehr massereicher Sterne, die in einer Supernova explodieren und anschließend kollabieren, wenn die verbleibende Masse hoch genug ist. Daneben existieren supermassereiche Schwarze Löcher im Zentrum fast aller Galaxien - das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße heißt Sagittarius A* und hat eine Masse von rund 4 Millionen Sonnenmassen. Erstmals direkt abgebildet wurde ein Schwarzes Loch im Jahr 2019 (M87*) und 2022 (Sagittarius A*) durch das Event Horizon Telescope.
Materie, die in ein Schwarzes Loch hineinfällt, heizt sich in einer Akkretionsscheibe auf Milliarden Grad auf und sendet dabei intensive Röntgenstrahlung aus. An den Polen können dabei mächtige Jets entstehen, die Materie mit nahezu Lichtgeschwindigkeit ins All schleudern. Schwarze Löcher sind damit trotz ihrer Unsichtbarkeit wichtige Energiequellen im Universum.