Supernova
Supernova bezeichnet die explosive Endphase des Lebens eines massereichen Sterns, bei der dieser innerhalb von Sekunden bis Tagen eine Leuchtkraft erreicht, die eine gesamte Galaxie überstrahlen kann. Es handelt sich um einen der energiereichsten Vorgänge im Universum: In einer einzigen Supernova wird mehr Energie freigesetzt als unsere Sonne in ihrer gesamten Lebensdauer ausstrahlt.
Man unterscheidet zwei Haupttypen: Supernovae vom Typ Ia entstehen in Doppelsternsystemen, wenn ein Weißer Zwerg genug Masse von einem Begleiterstern akkretiert, um eine thermonukleare Kernschmelze auszulösen. Da sie dabei stets nahezu dieselbe Leuchtkraft erreichen, werden sie als Standardkerzen zur kosmischen Entfernungsmessung genutzt. Supernovae vom Typ II entstehen durch den Gravitationskollaps des Eisenkerns eines massereichen Sterns (mindestens 8 Sonnenmassen); dabei entsteht häufig ein Neutronenstern oder ein Schwarzes Loch.
Der durch die Explosion ausgeworfene Sternstaub verbreitet schwere Elemente - von Sauerstoff bis Uran - im interstellaren Raum und liefert das Rohmaterial für neue Sterne und Planeten. Unser Sonnensystem enthält Elemente, die aus früheren Supernovaexplosionen stammen. Die letzte mit bloßem Auge sichtbare Supernova in einer Nachbargalaxie war SN 1987A in der Großen Magellanschen Wolke.