Sternhaufen

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Sternhaufen bezeichnet eine Gruppe von Sternen, die durch ihre gemeinsame Schwerkraft zusammengehalten werden und aus derselben Gas- und Staubwolke entstanden sind. Astronomen unterscheiden zwei grundlegende Typen: offene Sternhaufen und Kugelsternhaufen.

Offene Sternhaufen enthalten typischerweise einige Hundert bis einige Tausend Sterne, sind relativ jung (oft weniger als eine Milliarde Jahre alt) und liegen überwiegend in der Scheibe der Milchstraße. Sie sind locker strukturiert und lösen sich über Milliarden Jahre durch Gezeitenwirkung der Galaxie allmählich auf. Bekannte Beispiele sind die Plejaden (M45) im Sternbild Stier mit rund 400 Lichtjahren Entfernung oder die Hyaden, mit etwa 150 Lichtjahren der uns nächste offene Haufen.

Kugelsternhaufen hingegen enthalten Hunderttausende bis Millionen sehr alter Sterne (oft über 10 Milliarden Jahre), die in einer kompakten, kugelförmigen Struktur dicht gepackt sind. Sie orbiten die Milchstraße im Halo weit außerhalb der galaktischen Scheibe. Omega Centauri mit etwa 10 Millionen Sternen ist der massereichste bekannte Kugelsternhaufen unserer Galaxie. Sternhaufen sind für die Astrophysik besonders wertvoll, weil alle ihre Mitglieder praktisch gleich alt und gleich weit entfernt sind - ideal zum Testen von Sternentwicklungsmodellen.