Expansion des Universums
Die Expansion des Universums bezeichnet die beobachtete Tatsache, dass sich der Raum zwischen Galaxien seit dem Urknall kontinuierlich ausdehnt und die Galaxien sich daher voneinander entfernen. Edwin Hubble zeigte 1929, dass die Fluchtgeschwindigkeit einer Galaxie proportional zu ihrer Entfernung ist - ein Zusammenhang, der heute als Hubble-Lemaître-Gesetz bekannt ist.
Die Expansionsrate wird durch die Hubble-Konstante H0 beschrieben, deren aktuell gemessener Wert zwischen rund 67 und 73 km/s pro Megaparsec liegt, je nach Messmethode. Das bedeutet: Eine Galaxie, die einen Megaparsec (rund 3,26 Millionen Lichtjahre) entfernt ist, entfernt sich mit etwa 70 km/s von uns.
Seit 1998 ist bekannt, dass die Expansion nicht wie erwartet durch Gravitation abbremst, sondern sich beschleunigt. Verantwortlich dafür ist die sogenannte Dunkle Energie, die rund 68 Prozent der Energiedichte des Universums ausmacht. Die Expansion des Raums selbst unterliegt keiner Geschwindigkeitsbegrenzung - weit entfernte Galaxien können sich scheinbar schneller als das Licht von uns entfernen, weil es der Raum ist, der sich dehnt, nicht die Galaxien, die sich durch den Raum bewegen.