Katadioptrisches Teleskop

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Katadioptrisches Teleskop bezeichnet ein Fernrohrsystem, das sowohl Linsen (dioptrische Elemente) als auch Spiegel (katoptrische Elemente) kombiniert, um die Nachteile beider Einzelsysteme zu überwinden. Durch diese Kombination lassen sich kompakte Teleskope mit langer effektiver Brennweite bei kurzem Tubus realisieren.

Die bekanntesten Bauformen sind das Schmidt-Cassegrain-Teleskop (SCT) und das Maksutov-Cassegrain-Teleskop. Beim Schmidt-Cassegrain trifft das Licht zunächst auf eine asphärische Korrektionsplatte aus Glas an der Tubusöffnung, wird dann vom konkaven Hauptspiegel zum konvexen Sekundärspiegel reflektiert und von dort durch eine Öffnung im Hauptspiegel zum Okular geleitet. Das Maksutov verwendet statt der Korrektionsplatte eine tief gewölbte Meniskuslinse und bietet durch diese Bauart eine besonders scharfe Bildkorrektur mit einfacher Justierung.

Katadioptrische Teleskope sind besonders bei Amateurastronomen beliebt, weil sie kompakt und transportabel sind - ein SCT mit 200 mm Öffnung hat typischerweise eine Brennweite von 2000 mm bei einem Tubus von nur rund 40 cm Länge. Sie eignen sich gut für Planeten- und Mondbeobachtungen sowie für Astrofotografie. Ein Nachteil ist die zentrale Obstruktion durch den Sekundärspiegel, die den Kontrast bei schwachen Flächen etwas reduziert.