Kuipergürtel

sonnensystem

Kuipergürtel bezeichnet eine ringförmige Region des äußeren Sonnensystems, die sich jenseits der Neptunbahn in einem Bereich von etwa 30 bis 50 Astronomischen Einheiten (AE) von der Sonne erstreckt. Sie enthält Milliarden von eisigen Kleinkörpern, die als Überreste aus der Entstehungszeit des Sonnensystems vor rund 4,6 Milliarden Jahren gelten.

Die Region wurde 1951 vom niederländisch-amerikanischen Astronomen Gerard Kuiper theoretisch vorhergesagt und nach ihm benannt, obwohl der irisch-amerikanische Astronom Kenneth Edgeworth ähnliche Überlegungen bereits früher angestellt hatte - weshalb sie gelegentlich auch Edgeworth-Kuipergürtel heißt. Das erste Objekt jenseits von Neptun abseits des Pluto wurde 1992 entdeckt; heute sind Tausende sogenannter trans-neptunischer Objekte (TNOs) bekannt.

Das bekannteste Objekt des Kuipergürtels ist Pluto, das 2006 von der Internationalen Astronomischen Union als Zwergplanet neu klassifiziert wurde. Weitere bedeutende Zwergplaneten wie Eris, Makemake und Haumea liegen ebenfalls in diesem Bereich. Der Kuipergürtel gilt als Ursprungsreservoir kurzperiodischer Kometen der Jupiterfamilie. Im Gegensatz zur weiter entfernten Oortschen Wolke liegt der Kuipergürtel annähernd in der Ebene des Sonnensystems.

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