Mare

sonnensystem

Mare (lateinisch für Meer, Plural: Maria) bezeichnet die großen, dunklen und relativ ebenen Tiefebenen auf dem Mond, die bereits mit bloßem Auge als dunkle Flecken erkennbar sind und früher irrtümlich für Wassermeere gehalten wurden.

Maria entstanden vor etwa 3 bis 3,5 Milliarden Jahren durch vulkanischen Basaltfluss: Riesige Einschläge durchbrachen die Mondkruste, und nachfolgend strömte dunkle Basaltlava aus dem Mondinneren in die Einschlagbecken und erstarrte dort. Da der Mond inzwischen vulkanisch inaktiv ist, blieb diese Landschaft weitgehend erhalten. Der dunkle Basalt absorbiert mehr Sonnenlicht als das helle Hochland, was den Kontrast auf der Mondoberfläche erzeugt.

Die bekanntesten Maria sind das Mare Tranquillitatis (Meer der Stille), wo Apollo 11 am 20. Juli 1969 die erste bemannte Mondlandung vollzog, das Mare Imbrium, Mare Serenitatis und das Oceanus Procellarum, das mit rund 2.500 km Durchmesser das größte zusammenhängende dunkle Gebiet der Mondoberfläche bildet. Maria befinden sich hauptsächlich auf der Erdseite des Mondes, da die Mondkruste auf der Rückseite dicker ist und eine Lavaflutung dort erschwerte. Insgesamt bedecken Maria etwa 16 Prozent der gesamten Mondoberfläche.