Mondrakete

raumfahrt

Mondrakete bezeichnet eine Trägerrakete, die für den Transport von Raumfahrzeugen auf eine Bahn zum Mond ausgelegt ist und die dafür erforderliche Nutzlastkapazität sowie Brennstoffmenge bereitstellt.

Die bekannteste Mondrakete der Geschichte ist die Saturn V, die im Rahmen des US-amerikanischen Apollo-Programms entwickelt wurde. Mit einer Höhe von rund 111 Metern, einem Startgewicht von etwa 2.970 Tonnen und einem Schub von rund 34.000 Kilonewton im ersten Stufenbrennen ist sie bis heute die leistungsfähigste je erfolgreich geflogene Trägerrakete. Zwischen 1967 und 1973 startete sie 13-mal, darunter alle sechs erfolgreichen bemannten Mondlandemissionen von Apollo 11 bis Apollo 17.

Das Funktionsprinzip folgt dem mehrstufigen Konzept: Nach Ausbrennen der ersten Stufe wird diese abgetrennt und die zweite Stufe zündet, um weiteren Schub zu erzeugen. Die dritte Stufe brachte die Apollo-Raumschiffe auf eine Mondtransitbahn. Die Wahl des mehrstufigen Konzepts ist durch die Raketenfundamentalgleichung (Ziolkowski-Gleichung) begründet: Sie zeigt, dass man mit einer einzigen Stufe die für Mondmissionen nötige Gesamtgeschwindigkeit von rund 10 bis 11 km/s nicht wirtschaftlich erreicht. Aktuell entwickelt die NASA mit dem Space Launch System (SLS) eine neue Mondrakete für das Artemis-Programm.