Nova
Nova bezeichnet einen plötzlichen, extremen Helligkeitsanstieg eines Sterns, der innerhalb von Tagen um 8 bis 15 Magnituden zunehmen und danach über Wochen oder Monate wieder abklingen kann. Der Begriff stammt vom lateinischen Wort für “neu”, da ein solcher Ausbruch historisch wie ein neuer Stern am Himmel wirkte.
Ursache einer Nova ist ein enges Doppelsternsystem, in dem ein Weisser Zwerg von einem normalen Begleitstern Materie akkretiert. Das Wasserstoffgas sammelt sich auf der Oberfläche des Weissen Zwergs und verdichtet sich, bis es bei Temperaturen von etwa 10 bis 20 Millionen Kelvin zündet und in einer unkontrollierten thermonuklearen Reaktion verbrannt wird. Die dabei freigesetzte Energie schleudert die akkretierte Schicht mit Hunderten Kilometern pro Sekunde ins All und beleuchtet die Umgebung schlagartig.
Da der Weisse Zwerg selbst nicht zerstört wird, kann sich der Prozess wiederholen: Man spricht dann von einer rekurrenten Nova. Bekannte Beispiele sind T Coronae Borealis, der etwa alle 80 Jahre ausbricht, sowie RS Ophiuchi. Novas sind nicht zu verwechseln mit Supernovas, bei denen ein Stern vollständig in der Explosion vernichtet wird. Novas tragen durch ihren Auswurf ebenfalls zur chemischen Anreicherung des interstellaren Mediums bei.