Planetarischer Nebel

astrophysikmilchstrasse

Planetarischer Nebel bezeichnet eine leuchtende Hülle aus Gas und Plasma, die ein Stern am Ende seines Lebens abgestoßen hat. Der Name ist historisch bedingt: William Herschel nannte diese Objekte im 18. Jahrhundert so, weil sie im kleinen Teleskop entfernt an grünlich-bläuliche Planeten wie Uranus erinnern. Mit Sternen oder Planeten hat der Begriff selbst jedoch nichts zu tun.

Planetarische Nebel entstehen, wenn sonnenähnliche Sterne (mit etwa 0,8- bis 8-facher Sonnenmasse) ihr Wasserstoff- und Heliumvorrat weitgehend verbraucht haben und sich zu einem Roten Riesen aufblähen. In den letzten Entwicklungsphasen stoßen diese Sterne ihre äußeren Gasschichten in mehreren Phasen ab. Das zurückbleibende heiße Zentralgestirn - ein Weißer Zwerg - ionisiert das ausgestoßene Gas mit seiner intensiven ultravioletten Strahlung, das dadurch in verschiedenen Farben leuchtet.

Bekannte Beispiele sind der Ringnebel (M57) in der Leier oder der Hantelnebel (M27) im Fuchs. Typische planetarische Nebel haben Ausdehnungen von einigen Zehntel bis einigen Lichtjahren und lösen sich nach einigen zehntausend Jahren im interstellaren Medium auf. Planetarische Nebel sind wichtige Lieferanten von schweren Elementen, die sie bei ihrer Entstehung ins interstellare Medium zurückgeben.