Variable Sterne
Variable Sterne bezeichnet Sterne, deren scheinbare Helligkeit sich messbar über die Zeit verändert. Diese Helligkeitsschwankungen können physikalische Ursachen im Stern selbst haben oder durch geometrische Effekte entstehen.
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen intrinsisch und extrinsisch variablen Sternen. Bei intrinsisch variablen Sternen pulsiert der Stern selbst, verändert also tatsächlich Größe, Temperatur oder Leuchtkraft. Ein bekanntes Beispiel sind die Cepheiden, die mit Perioden von einem bis etwa 100 Tagen gleichmäßig pulsieren. Ihre Perioden-Leuchtkraft-Beziehung macht sie zu wichtigen Entfernungsmessern in der Astronomie, mit denen Abstände bis in benachbarte Galaxien bestimmt werden können. Zu den extrinsisch variablen Sternen zählen Bedeckungsveränderliche, bei denen ein Begleiter periodisch vor dem Hauptstern vorüberzieht und die Gesamthelligkeit des Systems abschwächt. Algol im Perseus ist ein klassisches Beispiel.
Darüber hinaus gibt es eruptiv variable Sterne wie Flaresterne oder Novae, die unregelmäßig aufhellen. Die Klassifikation umfasst heute Tausende Untertypen; der General Catalogue of Variable Stars listet über 50.000 bekannte variable Sterne allein in der Milchstraße. Ihre Beobachtung liefert wertvolle Daten zu Sternentwicklung, Entfernungen und der Struktur der Galaxis.