Widerstandsheizung (Raumfahrt)

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Widerstandsheizung bezeichnet in der Raumfahrt ein elektrothermisches Antriebsprinzip, bei dem ein Treibstoff durch elektrisch beheiztes Material - meist einen Widerstandsdraht oder eine Heizkammer - auf hohe Temperaturen gebracht wird, bevor er durch eine Düse expandiert und Schub erzeugt. Das Verfahren wird auch als Resistojet bezeichnet.

Das Grundprinzip entspricht dem klassischen Raketentriebwerk mit Schubdüse, jedoch wird die Treibstofftemperatur nicht durch chemische Verbrennung, sondern durch elektrische Energie erhöht. Als Treibstoff werden häufig einfache Gase wie Stickstoff, Ammoniak oder Wasserstoff verwendet. Durch die elektrische Zusatzheizung steigt die Ausströmgeschwindigkeit des Treibstoffs, was den spezifischen Impuls (die Effizienzkenngröße eines Raketenantriebs) gegenüber einem rein kalten Gastriebwerk deutlich verbessert - typischerweise auf Werte zwischen 150 und 300 Sekunden.

Resistojets sind einfach aufgebaut, zuverlässig und kostengünstig. Sie eignen sich für die Lageregelung und Bahnkorrekturen kleiner Satelliten sowie für Kleinstraketen (CubeSats), bei denen der Energiebedarf überschaubar ist. Im Vergleich zu Ionentriebwerken oder anderen elektrischen Hochleistungsantrieben ist die erreichbare Effizienz geringer, dafür sind die technischen Anforderungen an die Bordelektronik erheblich kleiner. In der modernen Kleinsatelliten-Branche erlebt das Konzept eine Renaissance als kompakte, günstige Möglichkeit zur Bahnkontrolle.