Fernrohr

teleskope

Fernrohr bezeichnet ein optisches Instrument zur vergrößerten Beobachtung weit entfernter Objekte, das in der Astronomie eingesetzt wird, um Sterne, Planeten, Nebel und Galaxien mit größerer Detailschärfe und Lichtsammelleistung sichtbar zu machen, als es das bloße Auge erlaubt.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Bauarten: Refraktoren verwenden Linsen zur Lichtbündelung, Reflektoren nutzen Spiegel. Das erste für astronomische Zwecke eingesetzte Fernrohr richtete Galileo Galilei 1609 auf den Himmel - mit einer Vergrößerung von rund 20-fach entdeckte er die Jupitermonde und die Phasen der Venus. Moderne Amateurteleskope beginnen bereits bei 60 bis 70 mm Öffnung und sind ab rund 100 mm sinnvoll für Deep-Sky-Beobachtungen.

Die Leistungsfähigkeit eines Fernrohrs hängt weniger von der Vergrößerung als von der Öffnung ab: Sie bestimmt die Lichtsammelleistung und das Auflösungsvermögen. Ein 200-mm-Spiegel sammelt etwa sieben Mal mehr Licht als ein 75-mm-Refraktor. Große professionelle Observatoriumsteleskope erreichen Spiegeldurchmesser von 8 bis 10 m und darüber; interferometrisch verbundene Teleskope, sogenannte Radiointerferometer, erzielen noch weit feinere Auflösungen im Radiobereich.