Fotometrie

teleskopeberechnungen

Fotometrie bezeichnet die präzise Messung der Helligkeit von Himmelsobjekten. Im Gegensatz zur visuellen Schätzung erfasst die astronomische Fotometrie Lichtströme objektiv und reproduzierbar - heute fast ausschließlich mit CCD- oder CMOS-Detektoren an Teleskopen.

Das Grundprinzip besteht darin, die Intensität des einfallenden Lichts in definierte Wellenlängenbereichen zu messen und in Magnituden umzurechnen. Standardisierte Filtersysteme ermöglichen den Vergleich von Messungen weltweit. Das Johnson-Cousins-System mit den Bändern U, B, V, R und I ist weit verbreitet; modernes Fotometrie nutzt auch infrarot erweiterte Systeme.

Anwendungen der Fotometrie sind vielfältig: Lichtkurven von veränderlichen Sternen verraten Pulsationsperioden und Strukturen. Transitleistungskurven enthüllen, wenn ein Exoplanet seinen Stern bedeckt - der Helligkeitsabfall beträgt dabei typischerweise nur wenige Tausendstel Magnituden. Auch die Entfernungsbestimmung über Cepheiden und Typ-Ia-Supernovae basiert auf fotometrischen Messungen. Amateurastronomen leisten mit kleinen Teleskopen wertvolle Beiträge zu Datenbanken wie der AAVSO, wo tausende Beobachter gemeinsam veränderliche Sterne überwachen.