Magnitude
Magnitude bezeichnet die Maßeinheit für die scheinbare oder absolute Helligkeit eines Himmelskörpers und geht auf das antike Klassifikationssystem des griechischen Astronomen Hipparchos zurück, der Sterne in sechs Helligkeitsklassen einteilte.
Das heutige System ist logarithmisch: Ein Unterschied von 5 Magnituden entspricht genau einem Helligkeitsfaktor von 100. Pro Magnitudeneinheit beträgt der Helligkeitsfaktor rund 2,512 (die fünfte Wurzel aus 100). Hellere Objekte haben kleinere oder sogar negative Magnitudenwerte. Die Sonne besitzt eine scheinbare Magnitude von etwa -26,7, der Vollmond rund -12,7, und die Grenze des freisichtigen Auges liegt unter dunklem Himmel bei etwa +6 mag.
Man unterscheidet scheinbare Magnitude (wie hell ein Objekt von der Erde aus erscheint) und absolute Magnitude (wie hell es in einer normierten Entfernung von 10 Parsec wäre). Der Unterschied beider Werte heißt Entfernungsmodul und erlaubt die Berechnung der tatsächlichen Entfernung. Farbabhängig spricht man von verschiedenen Magnitudensystemen: Das visuelle System (V) ist auf das Helligkeitsempfinden des Auges kalibriert, andere Bänder (B, R, I) erfassen andere Wellenlängenbereiche.