Apparente Helligkeit

grundlagenberechnungen

Apparente Helligkeit bezeichnet die Helligkeit eines Himmelskörpers, so wie sie ein Beobachter von der Erde aus wahrnimmt - unabhängig davon, wie weit das Objekt tatsächlich entfernt ist oder wie viel Licht es absolut aussendet. Sie ist also eine scheinbare, beobachterabhängige Größe.

Gemessen wird die apparente Helligkeit auf der Magnitudenskala, die auf den griechischen Astronomen Hipparchos zurückgeht und im 19. Jahrhundert durch Norman Pogson präzisiert wurde. Je kleiner der Magnitudenwert, desto heller das Objekt. Ein Unterschied von einer Magnitude entspricht dem Faktor 2,512 in der Flussdichte; fünf Magnituden entsprechen genau dem Faktor 100.

Die hellsten Objekte am Nachthimmel haben negative Magnitudenwerte: Die Sonne erreicht rund -26,7 mag, der Vollmond etwa -12,7 mag, Venus im Maximum rund -4,9 mag und Sirius, der hellste Stern, -1,46 mag. Das freie Auge erkennt Sterne bis etwa 6. bis 6,5. Magnitude unter sehr guten Bedingungen.

Für astrophysikalische Schlussfolgerungen über die wahre Leuchtkraft eines Objekts ist die apparente Helligkeit allein unzureichend, da sie stark vom Abstand abhängt und durch interstellare Absorption gedämpft werden kann. Dafür verwendet man die absolute Helligkeit, die definiert ist als die apparente Helligkeit in einer Standardentfernung von 10 Parsec.