Photometrie

teleskopeberechnungen

Photometrie bezeichnet die präzise Messung der Helligkeit von Himmelsobjekten. Das Wort stammt aus dem Griechischen (“phos” = Licht, “metron” = Maß). In der Astronomie ist die Photometrie ein grundlegendes Werkzeug, um Sternhelligkeiten, Lichtkurven variabler Sterne, Helligkeit von Planeten und Galaxien sowie Transitbeobachtungen von Exoplaneten auszuwerten.

Die Helligkeit eines Sterns wird in der Astronomie in Magnituden angegeben. Auf der logarithmischen Magnitudenskala entspricht ein Helligkeitsunterschied von 5 Magnituden einem Faktor 100 in der Strahlungsintensität. Moderne photometrische Messungen erfolgen mit CCD-Detektoren oder CMOS-Sensoren, die erheblich empfindlicher und präziser sind als die früher verwendeten Photoelektronenvervielfacher oder fotografische Platten.

Wichtige Anwendungen der Photometrie sind die Beobachtung von Bedeckungsveränderlichen, bei denen die Lichtkurve den Umlauf zweier Sterne umeinander verrät, sowie der Nachweis von Exoplanetentransits: Wenn ein Planet vor seinem Stern vorbeizieht, dimmt er dessen Licht um typischerweise 0,01 bis 1 Prozent. Die Weltraummissionen Kepler und TESS haben durch hochpräzise Photometrie tausende Exoplaneten entdeckt. Darüber hinaus liefert Photometrie Informationen über Temperatur, Radius und Leuchtkraft von Sternen.