Flächenhelligkeit
Flächenhelligkeit bezeichnet die Helligkeit eines ausgedehnten Himmelsobjekts bezogen auf eine definierte Flächeneinheit - in der Astronomie üblicherweise auf eine Bogensekunde im Quadrat oder eine Bogenminute im Quadrat. Sie gibt an, wie hell ein Flächenelement eines Nebels, einer Galaxie oder eines Clusters erscheint, unabhängig von der Gesamtausdehnung des Objekts.
Die Einheit wird in Magnituden pro Bogensekunde² angegeben. Ein Objekt mit niedriger Flächenhelligkeit, also einem hohen Magnitudenwert, ist schwierig zu beobachten, selbst wenn seine integrierte Gesamthelligkeit vergleichsweise hoch ist - weil das Licht auf eine große Fläche verteilt ist. Der Andromedanebel (M 31) hat beispielsweise eine Gesamthelligkeit von etwa 3,4 mag, aber wegen seiner enormen Ausdehnung von über 3 Grad eine niedrige Flächenhelligkeit, die ihn unter Stadtlichtverschmutzung schwer erkennbar macht.
Für Amateurastronomen ist die Flächenhelligkeit beim Aufsuchen von Galaxien, Emissionsnebeln und Kugelsternhaufen entscheidend. Teleskope mit großer Öffnung sammeln mehr Licht, verbessern aber bei flächigen Objekten nicht zwingend den Kontrast zum Himmelshintergrund. Ein dunkler Beobachtungsstandort mit gutem Grenzwert der Himmelsflächenhelligkeit ist daher oft wichtiger als reine Öffnungsgröße.