Teleskop

teleskopegrundlagen

Teleskop bezeichnet ein optisches oder nichtoptisches Instrument, das Strahlung aus dem Weltall sammelt, bündelt und für Beobachtung oder Messung nutzbar macht. Der Begriff leitet sich vom griechischen “tele” (fern) und “skopein” (schauen) ab und umfasst heute eine breite Gerätefamilie weit über den sichtbaren Wellenlängenbereich hinaus.

Das Grundprinzip besteht darin, eine möglichst große Sammelfläche bereitzustellen, um schwaches Licht oder andere Strahlung zu konzentrieren. Je größer die Öffnung (Apertur), desto lichtstärker das Gerät und desto feinere Details lassen sich auflösen. Ein Teleskop mit 200 mm Öffnung sammelt etwa 800-mal mehr Licht als das bloße Auge.

Man unterscheidet Linsenteleskope (Refraktoren), Spiegelteleskope (Reflektoren) und kombinierte Bauformen (Katadioptrik). Daneben gibt es Radioteleskope, Röntgenteleskope und Infrarotteleskope für andere Wellenlängenbereiche. Moderne Großobservatorien wie das Very Large Telescope in Chile verfügen über Hauptspiegel von 8 bis 10 Metern Durchmesser. Weltraumteleskope wie das James Webb Space Telescope umgehen die störende Erdatmosphäre vollständig und erreichen damit bisher unerreichte Schärfe und Empfindlichkeit.