Magnetfeld
Magnetfeld bezeichnet einen Bereich im Raum, in dem auf bewegte elektrische Ladungen und magnetische Dipole eine Kraft wirkt. In der Astronomie spielen Magnetfelder eine zentrale Rolle bei einer Vielzahl physikalischer Prozesse: Sie beeinflussen die Bewegung geladener Teilchen, formen Plasmawolken und können die Entstehung von Sternen verlangsamen oder beschleunigen.
Die Stärke eines Magnetfelds wird in Tesla (T) oder der kleineren Einheit Gauß (G) angegeben, wobei 1 T = 10.000 G gilt. Das Erdmagnetfeld besitzt an der Oberfläche eine Stärke von etwa 25 bis 65 Mikrotesla. Neutronensterne hingegen können Magnetfelder von bis zu 10^11 Tesla aufweisen und werden dann als Magnetare bezeichnet.
Magnetfelder entstehen durch bewegte elektrische Ladungen, also durch Ströme. Im Erdinneren erzeugt konvektive Bewegung flüssigen Eisens einen solchen Dynamoeffekt. Sterne erzeugen ihre Felder durch ähnliche Prozesse in ihrer Konvektionszone. Im interstellaren Raum sind schwache Magnetfelder nachweisbar, die Einfluss auf die Ausbreitung kosmischer Strahlung nehmen. Ohne ein planetares Magnetfeld wie das der Erde würde der Sonnenwind die Atmosphäre mit der Zeit erodieren - dieses Schicksal hat vermutlich den Mars getroffen.