Optische Achse

teleskope

Die optische Achse bezeichnet die gedachte Symmetrieachse eines optischen Systems, um die alle optisch wirksamen Elemente wie Linsen, Spiegel und Blenden rotationssymmetrisch angeordnet sind. Sie verläuft durch die Mittelpunkte aller Linsen und Spiegel und definiert die ideale Richtung, aus der Licht senkrecht auf das optische System trifft.

In einem Teleskop bildet die optische Achse die Verbindungslinie zwischen dem Mittelpunkt des Objektivs oder Hauptspiegels, den Mittelpunkten aller weiteren optischen Elemente und dem optimalen Brennpunkt. Licht, das exakt entlang der optischen Achse einfällt, wird durch ein fehlerfreies System ohne Abbildungsfehler gebündelt. Objekte, die sich abseits der optischen Achse befinden, werden dagegen durch Bildfehler wie Koma, Astigmatismus oder Bildfeldkrümmung in ihrer Abbildungsqualität beeinträchtigt.

Für die Leistungsfähigkeit eines Teleskops ist die genaue Ausrichtung aller optischen Elemente entlang der gemeinsamen optischen Achse entscheidend. Dieser Prozess wird als Kollimation bezeichnet. Bei Spiegelteleskopen muss der Sekundärspiegel genau zur Achse des Hauptspiegels ausgerichtet sein, da bereits geringe Abweichungen die Bildqualität, besonders bei hohen Vergrößerungen, spürbar verschlechtern. Regelmäßiges Kollimieren, besonders nach dem Transport des Teleskops, ist daher für gute Abbildungsqualität unerlässlich.