Quasar

kosmosastrophysik

Quasar bezeichnet einen extrem leuchtkräftigen, aktiven Galaxienkern, der durch einen supermassiven schwarzen Loch angetrieben wird und zu den hellsten dauerhaft strahlenden Objekten im Universum gehört.

Der Begriff leitet sich vom englischen “quasi-stellar radio source” ab, weil Quasare auf fotografischen Aufnahmen punktförmig wie Sterne wirken, obwohl sie tatsächlich weit entfernte Galaxienzentren sind. Ihre Energie entsteht, wenn Gas und Staub in einer Akkretionsscheibe auf ein schwarzes Loch mit Massen von Millionen bis Milliarden Sonnenmassen fallen. Dabei wird bis zu zehn Prozent der Ruhemasse des infallenden Materials in Strahlung umgewandelt - ein deutlich effizienterer Prozess als die Kernfusion in normalen Sternen.

Die beobachteten Rotverschiebungen zeigen, dass Quasare bevorzugt in sehr großen kosmologischen Entfernungen auftreten. Das bedeutet, wir sehen sie so, wie das Universum vor Milliarden Jahren aussah - Quasare waren in der Frühzeit häufiger. Einige der hellsten strahlen mit einer Leuchtkraft, die mehrere Billionen Sonnenleuchtkräfte übersteigt. Der am stärksten rotverschobene bekannte Quasar liegt bei einer Rotverschiebung von über z = 7, also mehr als 13 Milliarden Lichtjahre entfernt. Quasare sind damit wichtige Sonden für die Entwicklung des frühen Universums.