Vollmond
Vollmond bezeichnet die Mondphase, bei der die der Erde zugewandte Seite des Mondes vollständig von der Sonne beleuchtet wird und als helle, runde Scheibe am Himmel erscheint. Er tritt auf, wenn Erde, Mond und Sonne in dieser Reihenfolge nahezu auf einer Linie stehen, der Mond also der Sonne gegenübersteht.
Der Vollmond ereignet sich im Schnitt alle 29,53 Tage, was der synodischen Umlaufzeit des Mondes entspricht. Zu diesem Zeitpunkt geht der Mond beim Sonnenuntergang auf und beim Sonnenaufgang unter. Seine scheinbare Helligkeit erreicht etwa Magnitude -12,7, was ihm die Rolle des zweit-hellsten Objekts am Nachthimmel verleiht - nach der Sonne.
Stehen Erde, Mond und Sonne bei Vollmond exakt in einer Linie, tritt eine Mondfinsternis auf: Der Mond wandert in den Erdschatten. Ein Supermond bezeichnet einen Vollmond, der nahe dem erdnächsten Punkt der leicht elliptischen Mondbahn eintritt; er erscheint dann bis zu rund 14 Prozent größer und etwa 30 Prozent heller als ein Vollmond in maximaler Erdferne. Der mittlere Erdmond-Abstand beträgt rund 384.400 Kilometer. In vielen Kulturen und Kalendersystemen weltweit spielte der Vollmond eine zentrale Rolle zur Zeitrechnung; er gab dem Monat seinen Namen.