Wellenlänge
Wellenlänge bezeichnet den räumlichen Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Punkten gleicher Phase einer periodischen Welle, etwa zwischen zwei Wellenbergen oder zwei Wellentälern. In der Astronomie ist die Wellenlänge elektromagnetischer Strahlung eine der grundlegenden Größen, um Licht und andere Strahlungsformen zu charakterisieren. Sie wird üblicherweise mit dem griechischen Buchstaben Lambda (λ) angegeben und in Metern oder Nanometern gemessen.
Die Wellenlänge steht in direktem Zusammenhang mit der Frequenz und der Lichtgeschwindigkeit: λ = c / f, wobei c rund 299.792 km/s beträgt. Sichtbares Licht umfasst Wellenlängen von etwa 380 Nanometern (violett) bis rund 780 Nanometern (tiefrot). Jenseits dieses Bereichs liegen Infrarot-, Mikrowellen- und Radiostrahlung (längere Wellenlängen) sowie Ultraviolett-, Röntgen- und Gammastrahlung (kürzere Wellenlängen).
Für die Astronomie ist die Wellenlänge entscheidend, weil verschiedene Objekte im Universum bei charakteristischen Wellenlängen strahlen. Heiße Sterne emittieren vor allem kurzwelliges, blaues Licht, während kühle Riesensterne eher im roten und infraroten Bereich leuchten. Spektrallinien entstehen bei exakt definierten Wellenlängen und erlauben Rückschlüsse auf die chemische Zusammensetzung, Temperatur und Bewegung astronomischer Objekte.