Erdrotation

grundlagenberechnungen

Die Erdrotation bezeichnet die Drehung der Erde um ihre eigene Achse, die von West nach Ost erfolgt und den täglichen Wechsel von Tag und Nacht verursacht. Eine vollständige Drehung bezogen auf die fernen Sterne (siderischer Tag) dauert rund 23 Stunden, 56 Minuten und 4 Sekunden, während der Sonnentag mit 24 Stunden etwas länger ist, da die Erde sich gleichzeitig um die Sonne bewegt.

Die Rotationsachse der Erde ist um rund 23,44 Grad gegenüber der Senkrechten zur Ekliptikebene geneigt. Diese Neigung ist die Ursache für die Jahreszeiten. Durch die Gravitationswirkung von Mond und Sonne taumelt die Erdachse langsam wie ein Kreisel und vollführt in rund 25.770 Jahren einen vollständigen Kreiselbewegungszyklus (Präzession).

Die Erdrotation verlangsamt sich messbar durch die Gezeitenreibung um etwa 1,4 Millisekunden pro Jahrhundert. Dadurch wurden in der Erdfrühzeit die Tage deutlich kürzer gewesen sein. Für die Astronomie ist die Rotationsgeschwindigkeit der Erde von Bedeutung, da sich alle Himmelskörper infolge der Erdrotation von Ost nach West über den Himmel zu bewegen scheinen. Teleskope mit Nachführantrieb kompensieren diese scheinbare Bewegung, um Himmelsobjekte langzeitig beobachten zu können.