Internationales Datum

berechnungengrundlagen

Internationales Datum bezeichnet in der astronomischen und geodätischen Praxis vor allem die Datumsgrenze sowie die zugehörigen Systeme zur einheitlichen Zeitangabe. Die Internationale Datumsgrenze verläuft im Pazifischen Ozean annähernd entlang des 180. Längengrades und trennt zwei Kalendertage voneinander. Wer diese Linie von Westen nach Osten überschreitet, zieht einen Tag zurück; in umgekehrter Richtung wird ein Tag übersprungen.

Für astronomische Berechnungen ist eine eindeutige, von Zeitzonen unabhängige Zeitangabe unverzichtbar. Deshalb verwenden Astronomen die Koordinierte Weltzeit (UTC) als gemeinsamen Bezugspunkt. Für Langzeitberechnungen von Planetenkonstellationen, Finsternissen und Sternpositionen wird außerdem das Julianische Datum (JD) genutzt: eine kontinuierliche Tageszählung seit dem 1. Januar 4713 v. Chr. Der Beginn des JD 2.451.545,0 entspricht dem 1. Januar 2000 um 12:00 Uhr UTC (dem sogenannten J2000.0-Epoche) und dient als moderner Standardreferenzpunkt.

Das Konzept des Internationalen Datums hat auch astronomische Wurzeln: Die Einteilung des Tages und die Meridiankonvention gehen auf Vereinbarungen aus dem 19. Jahrhundert zurück, die zur Definition der Zeitzonen und der Datumsgrenze führten. Der Nullmeridian in Greenwich und die gegenüberliegende Datumsgrenze bilden zusammen das Grundgerüst der globalen Zeitrechnung.

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