Lunation
Lunation bezeichnet den vollständigen Umlauf des Mondes durch alle seine Phasen, also die Zeitspanne von einem Neumond bis zum nächsten Neumond.
Die Dauer einer Lunation wird als synodischer Monat bezeichnet und beträgt im Mittel rund 29 Tage, 12 Stunden und 44 Minuten. Dieser Wert variiert leicht, da die Mondbahn eine Ellipse ist und der Mond deshalb unterschiedlich schnell läuft - an seiner Erdbahn-nahen Seite (Perigäum) schneller, an der erdferneren Seite (Apogäum) langsamer.
Die Lunation liegt dem Mondkalender vieler Kulturen zugrunde. Im islamischen Kalender entspricht ein Monat genau einer Lunation, weshalb das Jahr mit zwölf Mondmonaten nur rund 354 Tage hat und gegenüber dem Sonnenjahr jährlich um etwa 11 Tage zurückfällt. Im jüdischen Kalender werden Schaltmonate eingefügt, um beides zu synchronisieren.
Vom synodischen Monat zu unterscheiden ist der siderische Monat, der die Zeit für einen vollständigen Umlauf des Mondes relativ zu den Fixsternen beschreibt. Er dauert nur rund 27 Tage und 8 Stunden. Der Unterschied ergibt sich daraus, dass die Erde in dieser Zeit selbst ein Stück um die Sonne gewandert ist und der Mond diese zusätzliche Strecke aufholen muss, bevor wieder Neumond ist.