Satellit
Satellit bezeichnet einen Körper, der auf einer Umlaufbahn einen anderen, massereicheren Körper umkreist. Man unterscheidet natürliche Satelliten - also Monde - von künstlichen Satelliten, die von Menschen ins All gebracht werden. In unserem Sonnensystem besitzen fast alle Planeten natürliche Satelliten; der Erd-Mond ist dabei das prominenteste Beispiel. Mars hat zwei kleine Monde (Phobos und Deimos), während der Gasriese Jupiter über 90 bekannte natürliche Satelliten verfügt.
Künstliche Satelliten werden seit dem Start von Sputnik 1 im Jahr 1957 für vielfältige Zwecke eingesetzt: Telekommunikation, Wetterbeobachtung, GPS-Navigation, Erdbeobachtung und wissenschaftliche Forschung. Sie kreisen auf verschiedenen Bahnen - der erdnahen Umlaufbahn (LEO, etwa 200 bis 2.000 km Höhe), der mittleren Erdumlaufbahn (MEO) oder der geostationären Bahn in rund 35.786 km Höhe, wo ein Satellit synchron mit der Erdrotation bleibt und so scheinbar stillsteht.
Die Bahngeschwindigkeit eines Satelliten hängt von seiner Höhe ab: In der LEO beträgt sie rund 7,8 km/s, was einem Umlauf in etwa 90 Minuten entspricht. Die Gesamtzahl aktiver künstlicher Satelliten übersteigt inzwischen mehrere Tausend.