Sonnenmasse

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Sonnenmasse bezeichnet eine in der Astronomie gebräuchliche Masseeinheit, die der Masse unserer Sonne entspricht und mit dem Symbol M☉ abgekürzt wird. Eine Sonnenmasse beträgt rund 1,989 × 10^30 kg, also etwa 1,989 Trilliarden Tonnen. Da diese Zahl im Alltag kaum vorstellbar ist, verwenden Astronomen die Sonnenmasse als bequeme Vergleichseinheit für Sterne, Galaxien und andere massereiche Objekte.

Die genaue Bestimmung der Sonnenmasse erfolgt über das Dritte Keplersche Gesetz: Aus dem Abstand Erde-Sonne (1 Astronomische Einheit = rund 149,6 Millionen km) und der Umlaufdauer der Erde (1 Jahr) lässt sich die Masse der Sonne präzise berechnen. Diese Methode funktioniert für jedes Himmelskörperpaar, dessen Umlaufbahn bekannt ist.

In der Praxis beschreiben Astronomen Sterne mit Vielfachen der Sonnenmasse: Rote Zwergsterne können eine Zehntel Sonnenmasse haben, massereiche blaue Riesensterne 30 bis über 100 Sonnenmassen. Supernovae entstehen bei Sternen mit mindestens etwa 8 Sonnenmassen. Schwarze Löcher in Galaxienkernen (supermassereiche Schwarze Löcher) reichen von Millionen bis Milliarden Sonnenmassen - Sagittarius A* im Zentrum der Milchstraße hat rund 4 Millionen Sonnenmassen. Auch Galaxien und Galaxienhaufen werden in Sonnenmassen angegeben; die Milchstraße hat eine Gesamtmasse von rund 1 Billion Sonnenmassen.