UV-Strahlung
UV-Strahlung bezeichnet elektromagnetische Strahlung im Wellenlängenbereich von etwa 10 bis 400 Nanometern, die sich im Spektrum zwischen sichtbarem Licht und Röntgenstrahlung befindet. Der Begriff steht für Ultraviolett, da diese Strahlung jenseits des violetten Endes des menschlich sichtbaren Lichts liegt.
In der Astronomie spielt UV-Strahlung eine wichtige Rolle, weil viele astrophysikalische Prozesse in diesem Wellenlängenbereich besonders deutlich hervortreten. Heiße, junge Sterne emittieren einen Großteil ihrer Energie als UV-Strahlung. Auch aktive Galaxienkerne, bestimmte Weißzwerge und interstellares Gas erzeugen starke UV-Emissionen. Die Analyse von UV-Licht erlaubt Rückschlüsse auf die Temperatur und die chemische Zusammensetzung astronomischer Objekte.
Da die Erdatmosphäre UV-Strahlung ab etwa 290 Nanometern weitgehend absorbiert, ist die UV-Astronomie auf Beobachtungen aus dem Weltraum angewiesen. Satelliten wie das Hubble-Weltraumteleskop und das Galaxy Evolution Explorer-Teleskop (GALEX) haben einen großen Teil unseres Wissens über das UV-Universum geliefert. Für die Sonne gilt: Sie sendet UV-Strahlung aus, die auf der Erdoberfläche zwar deutlich gefiltert ankommt, aber dennoch biologische Wirkungen hat - in der Astronomie wird dieser Anteil jedoch primär als Diagnosewerkzeug für Sonnenaktivität genutzt.