Zodiakalicht
Zodiakalicht bezeichnet ein diffuses, kegelförmiges Leuchten, das entlang der Ekliptik in der Verlängerung der Sonnenrichtung am Nachthimmel erscheint. Es ist nach der Nachtseite des Tierkreises benannt und entsteht durch die Streuung des Sonnenlichts an feinen Staubpartikeln in der Ebene des Sonnensystems. Das Zodiakalicht ist morgens vor dem Aufgang und abends nach dem Untergang der Sonne als blasser, dreieckiger Lichtschein am Horizont erkennbar.
Die Staubteilchen, die dieses Phänomen erzeugen, haben typische Durchmesser im Bereich von etwa einem bis zu einigen hundert Mikrometern, wobei der für das Leuchten maßgebliche Anteil bei rund 10 bis 100 Mikrometern liegt. Sie konzentrieren sich innerhalb der Erdbahn und stammen überwiegend aus dem Kometenmaterial sowie aus Trümmern von Asteroidenkollisionen. Neuere Forschungen deuten darauf hin, dass ein erheblicher Anteil des inneren Zodiakalstaubs von der Marsfamilie der Asteroiden und von kurzperiodischen Kometen stammt.
Für die Beobachtung sind dunkle, mondlose Nächte notwendig. In den Tropen und Subtropen steht die Ekliptik steil zum Horizont, was das Zodiakalicht dort besonders eindrucksvoll macht und einen deutlichen Lichtkegel erzeugt. In Mitteleuropa ist es am besten im Februar und März nach Sonnenuntergang sowie im Oktober und November vor Sonnenaufgang sichtbar. Das Zodiakalband verbindet den abendlichen und den morgendlichen Kegel über den gesamten Himmel.