Erdmond
Der Erdmond bezeichnet den einzigen natürlichen Satelliten der Erde und ist nach Ganymed, Titan, Kallisto und Io der fünftgrößte Mond im Sonnensystem. Sein Durchmesser beträgt rund 3.474 Kilometer, sein mittlerer Abstand zur Erde etwa 384.400 Kilometer.
Der Mond umkreist die Erde in rund 27,3 Tagen (siderischer Monat) auf einer leicht elliptischen Bahn. Da er gebunden rotiert, zeigt er der Erde stets dieselbe Seite. Seine Entstehung erklärt die heute vorherrschende Rieseneinschlag-Hypothese: Vor rund 4,5 Milliarden Jahren soll ein marsgroßer Körper namens Theia mit der Proto-Erde kollidiert sein, wobei das herausgeschleuderte Material sich zum Mond zusammenballte.
Der Mond beeinflusst die Erde auf vielfältige Weise: Er ist die Hauptursache der Gezeiten, da seine Gravitationskraft das Meerwasser der Erde verformt. Zudem stabilisiert er die Rotationsachse der Erde und begrenzt deren Taumeln. Durch den Apollo-Mondlandefähigkeiten zwischen 1969 und 1972 wurde Mondgestein zur Erde gebracht, das bis heute analysiert wird. Der Mond ist das einzige extraterrestrische Objekt, das Menschen bisher betreten haben.