Kepler-Gesetze

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Kepler-Gesetze bezeichnet die drei grundlegenden Gesetze der Planetenbewegung, die der deutsche Astronom Johannes Kepler Anfang des 17. Jahrhunderts aus den präzisen Beobachtungsdaten von Tycho Brahe ableitete. Sie beschreiben, wie sich Planeten um die Sonne bewegen, und gelten allgemein für alle Zwei-Körper-Systeme unter Gravitation.

Das erste Kepler-Gesetz besagt, dass jeder Planet die Sonne auf einer Ellipse umkreist, in deren einem Brennpunkt die Sonne steht. Das zweite Gesetz legt fest, dass ein Planet in gleichen Zeitabschnitten gleich große Flächen überstreicht - Planeten bewegen sich sonnennaher also schneller als sonnenferner. Das dritte Gesetz stellt einen mathematischen Zusammenhang zwischen der Umlaufzeit T und der großen Halbachse a her: T² ist proportional zu a³. Für unser Sonnensystem gilt dies exakt, wenn T in Jahren und a in astronomischen Einheiten gemessen wird.

Die Kepler-Gesetze wurden rund 70 Jahre später von Isaac Newton auf eine tiefere Grundlage gestellt: Newton zeigte, dass sie direkte Folgerungen des Gravitationsgesetzes sind. Heute dienen die Gesetze als Grundlage für die Berechnung von Planetenbahnen, Satellitentrajektorien und Exoplaneten-Umlaufzeiten.