Näherungspunkt

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Näherungspunkt bezeichnet in der Himmelsmechanik denjenigen Punkt einer Umlaufbahn, an dem ein Himmelskörper seinem Zentralkörper am nächsten ist. Der Begriff ist der Oberbegriff für verschiedene spezifische Bezeichnungen, die je nach dem betrachteten Körperpaar verwendet werden: Perihelion bei Umläufen um die Sonne, Perigäum bei der Erdumlaufbahn, Periastron bei Doppelsternen und Periapsis als allgemeine Form für beliebige Körper.

Im Näherungspunkt ist nach den Keplerschen Gesetzen die Bahngeschwindigkeit des Objekts am höchsten. Die Erde erreicht ihr Perihelion Anfang Januar mit einer Entfernung von rund 147,1 Millionen Kilometern zur Sonne; dies ist rund 5 Millionen Kilometer weniger als im Aphel im Juli. Der dem Näherungspunkt entgegengesetzte Bahnpunkt wird als Entfernungspunkt, Apoapsis oder je nach System Aphelion, Apogäum oder Apastron bezeichnet.

Die genaue Lage des Näherungspunkts in der Bahn wird durch das Argument der Periapsis beschrieben, ein weiteres der klassischen Kepler-Bahnelemente. Durch gravitative Störungen anderer Körper kann sich der Näherungspunkt mit der Zeit verschieben; diese sogenannte Periapsis-Präzession ist ein wichtiges Phänomen in der Himmelsmechanik. Die Periheldrehung des Merkurs von rund 43 Bogensekunden pro Jahrhundert liess sich erst durch Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie vollständig erklären.