Orbit
Ein Orbit bezeichnet die Umlaufbahn eines Himmelskörpers oder eines künstlichen Satelliten um einen massereicheren Zentralkörper, die durch die Gravitationskraft bestimmt wird. Der Begriff wird sowohl für natürliche Bahnen wie Planetenbahnen als auch für Bahnen künstlicher Satelliten verwendet.
Nach den Keplerschen Gesetzen verlaufen Orbits im Allgemeinen in Form von Ellipsen, wobei der Zentralkörper in einem der beiden Brennpunkte steht. Der Abstand des umlaufenden Körpers zum Zentralkörper variiert dabei zwischen dem sonnennächsten Punkt (Perihelion) und dem sonnenfernsten Punkt (Aphelion). Kreisbahnen sind ein Spezialfall der Ellipsenbahn, bei dem beide Brennpunkte zusammenfallen.
Für künstliche Satelliten unterscheidet man verschiedene Orbitklassen nach ihrer Höhe über der Erdoberfläche. Der erdnahe Orbit (LEO, Low Earth Orbit) liegt typischerweise zwischen 200 und 2000 km Höhe, der mittlere Orbit (MEO) zwischen 2000 und 35.786 km. Bei genau 35.786 km Höhe befindet sich der geostationäre Orbit (GEO), bei dem die Umlaufzeit des Satelliten exakt einem Erdtag entspricht und der Satellit scheinbar über einem festen Punkt der Erde steht. Diesen Orbit nutzen Kommunikations- und Wettersatelliten. Hyperbolische Bahnen entstehen, wenn ein Körper die Fluchtgeschwindigkeit überschreitet und das Gravitationsfeld des Zentralkörpers verlässt.