Terminator

sonnensystemgrundlagen

Terminator bezeichnet in der Astronomie die Grenzlinie zwischen der beleuchteten Tagseite und der dunklen Nachtseite eines Planeten, Mondes oder anderen Himmelskörpers. Entlang des Terminators steht die Sonne gerade am Horizont; er markiert also die Zone des Sonnenauf- und Sonnenuntergangs.

Der Begriff leitet sich vom lateinischen “terminare” (begrenzen, beenden) ab. Auf einem kugelförmigen Körper ohne Atmosphäre erscheint der Terminator als scharfe halbkreisförmige Linie. Auf Körpern mit dichter Atmosphäre wie der Erde oder der Venus wirkt der Übergang weicher, weil das Sonnenlicht in der Lufthülle gestreut wird und Dämmerungszonen entstehen.

In der Mondbeobachtung ist der Terminator von besonderem Interesse, weil dort die Oberflächenstrukturen durch das flach einfallende Streifenlicht besonders kontrastreich erscheinen. Krater, Gebirge und Täler werfen lange Schatten, die Details sichtbar machen, die bei höherem Sonnenstand im gleichmäßigen Licht verschwinden würden. Mondbeobachter bevorzugen deshalb die Phasen zwischen Neumond und Vollmond sowie zwischen Vollmond und Neumond, also die Phasen um Halbmond herum, wenn der Terminator über interessante Regionen läuft. Der genaue Verlauf des Terminators ändert sich täglich entsprechend dem Mondphasenzyklus von rund 29,5 Tagen.