Totale Mondfinsternis
Totale Mondfinsternis bezeichnet das Ereignis, bei dem der Mond vollständig in den Kernschatten der Erde eintaucht und damit kein direktes Sonnenlicht mehr auf seine Oberfläche fällt. Sie tritt nur bei Vollmond auf und kann von der gesamten Nachtseite der Erde gleichzeitig beobachtet werden.
Obwohl der Mond im Kernschatten liegt, verschwindet er nicht vollständig: Die Erdatmosphäre bricht und streut das Sonnenlicht, wobei vor allem rotes und orangefarbenes Licht in den Schattenkegel gelangt. Dadurch erscheint der Mond während der Totalität oft kupfer- bis blutrot, weshalb man auch vom “Blutmond” spricht. Die genaue Färbung hängt vom Zustand der Erdatmosphäre ab - nach großen Vulkanausbrüchen kann der Mond besonders dunkel wirken, da mehr Asche das blaue Licht streut.
Eine Totalität kann bis zu rund 100 Minuten dauern, was totale Mondfinsternisse erheblich länger und leichter zu beobachten macht als totale Sonnenfinsternisse. Zwischen Eintritt in den Halbschatten und Ende der Gesamterscheinung vergehen oft über vier Stunden. Totale Mondfinsternisse lassen sich problemlos mit bloßem Auge verfolgen und erfordern keinerlei Schutzausrüstung. Pro Jahrzehnt finden durchschnittlich etwa fünf bis acht totale Mondfinsternisse statt.