Planetarium
Planetarium bezeichnet sowohl ein Gebäude mit einer Kuppelprojektion des Sternenhimmels als auch das technische Gerät, das diese Projektion erzeugt. Im übertragenen Sinne versteht man darunter auch Software-Simulationen des Himmels auf dem Computerbildschirm.
Das klassische Planetarium besteht aus einem halbkugelförmigen Kuppelsaal, auf dessen Innenfläche ein Projektorgerät - ebenfalls “Planetarium” genannt - den künstlichen Sternenhimmel mit allen wichtigen Himmelsobjekten darstellt. Moderne Geräte können den Anblick des Himmels von jedem Ort der Erde, zu jedem Zeitpunkt in Vergangenheit und Zukunft, simulieren. So lassen sich Phänomene wie Sonnen- und Mondfinsternisse, Planetenkonstellationen oder die Präzession der Erdachse anschaulich demonstrieren.
Das erste technisch ausgereifte Zeiss-Planetarium wurde 1923 in München öffentlich vorgestellt und revolutionierte die astronomische Volksbildung. Heute gibt es weltweit mehrere tausend Planetarien, darunter viele mit digitalen Full-Dome-Projektionssystemen, die hochauflösende Filmvorführungen und interaktive Himmelsreisen ermöglichen. Planetarien dienen gleichermaßen der Bildung, der wissenschaftlichen Visualisierung und der Unterhaltung und machen astronomische Phänomene für ein breites Publikum erlebbar.