Sommersonnenwende
Sommersonnenwende bezeichnet den Zeitpunkt im Jahr, an dem die Sonne ihren höchsten Mittagsstand über dem Horizont erreicht und die Tageslänge ihr Maximum hat. Auf der Nordhalbkugel fällt die Sommersonnenwende auf den 20. oder 21. Juni, auf der Südhalbkugel entsprechend auf den 21. oder 22. Dezember. An diesem Tag steht die Sonne senkrecht über dem nördlichen Wendekreis (Wendekreis des Krebses, 23,5° nördliche Breite).
Ursache ist die Neigung der Erdachse um rund 23,5° gegenüber der Senkrechten zur Ekliptikebene: In der Jahresmitte zeigt die Nordhalbkugel maximal zur Sonne, sodass Sonnenstrahlen dort flacher einfallen und die Sonnenscheindauer ihr Jahresmaximum erreicht. Nördlich des Polarkreises (66,5° Nord) geht die Sonne an diesem Tag gar nicht unter - es herrscht Mitternachtssonne.
Astronomisch definiert markiert die Sommersonnenwende den Beginn des astronomischen Sommers auf der Nordhalbkugel. Historisch und kulturell wurde dieser Tag in vielen Kulturen gefeiert; die Megalith-Anlage Stonehenge in England ist so ausgerichtet, dass der Sonnenaufgang zur Sommersonnenwende exakt auf eine zentrale Achse trifft. Die kürzeste Nacht des Jahres liegt entsprechend um den 21. Juni herum.