Synodische Periode
Synodische Periode bezeichnet die Zeitspanne, die ein Planet oder ein anderer Himmelskörper benötigt, um von der Erde aus gesehen wieder dieselbe Position relativ zur Sonne einzunehmen - also zum Beispiel von einer Opposition zur nächsten oder von einer Konjunktion zur nächsten. Sie ist die beobachtbare, geocentrische Umlaufzeit und von praktischer Bedeutung für die Planung von Planetenbeobachtungen.
Der Zusammenhang zwischen synodischer Periode (S), siderischer Periode des betreffenden Planeten (P) und siderischer Periode der Erde (E = 365,25 Tage) lautet: Für äußere Planeten gilt 1/S = 1/E - 1/P, für innere Planeten 1/S = 1/P - 1/E. Der Mars zum Beispiel hat eine siderische Periode von rund 687 Tagen, woraus sich eine synodische Periode von etwa 780 Tagen ergibt - alle 780 Tage steht der Mars wieder in Opposition und ist damit am besten beobachtbar.
Für den Mond beträgt die synodische Periode rund 29,53 Tage (ein Mondmonat) - die Zeit von Neumond zu Neumond. Seine siderische Periode hingegen beträgt nur 27,32 Tage. Der Unterschied entsteht, weil die Erde sich während eines Mondumlaufs selbst auf ihrer Bahn um die Sonne weiterbewegt, sodass der Mond diese zusätzliche Strecke ebenfalls zurücklegen muss, bevor er wieder zwischen Erde und Sonne steht.