Himmelsäquator
Himmelsäquator bezeichnet den größten Kreis auf der Himmelskugel, der durch die Verlängerung der Erdäquatorebene in den Himmelsraum entsteht. Er liegt genau in der Mitte zwischen dem nördlichen und dem südlichen Himmelspol und teilt die Himmelskugel in eine nördliche und eine südliche Hälfte.
Der Himmelsäquator bildet die Grundlage des äquatorialen Koordinatensystems, in dem die Position von Himmelsobjekten durch Rektaszension und Deklination angegeben wird. Die Deklination entspricht dem Winkelabstand eines Objekts vom Himmelsäquator in Grad - Objekte nördlich des Äquators haben positive Deklinationswerte, südlich gelegene negative. Die Sonne kreuzt den Himmelsäquator zweimal im Jahr: beim Frühjahrsäquinoktium (um den 20. März) und beim Herbstäquinoktium (um den 23. September).
Der Himmelsäquator schneidet sich mit der Ekliptik - der scheinbaren Sonnenbahn am Himmel - in zwei Punkten, den Äquinoktien. Da die Erdachse um rund 23,5 Grad gegenüber der Ekliptikebene geneigt ist, verlaufen Himmelsäquator und Ekliptik nicht parallel, sondern schließen diesen Winkel ein. Vom Erdboden aus gesehen steht der Himmelsäquator für einen Beobachter auf dem Erdäquator genau im Zenit, während er für einen Beobachter auf den Erdpolen am Horizont entlangläuft.