Quadratur
Quadratur bezeichnet die Stellung eines Planeten, bei der der Winkel zwischen Sonne, Erde und dem beobachteten Planeten genau 90 Grad beträgt, sodass der Planet vom Erdstandpunkt aus senkrecht zur Richtung der Sonne steht.
Die Bezeichnung stammt vom lateinischen “quadratura” (Viereck) und beschreibt geometrisch den rechten Winkel in der Dreiecksanordnung Sonne-Erde-Planet. Quadratur tritt nur bei den äußeren Planeten auf - also bei Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun - weil diese die Erde von außen auf ihrer Bahn umkreisen. Innere Planeten wie Venus oder Merkur erreichen stattdessen ihre größte östliche oder westliche Elongation.
Man unterscheidet östliche Quadratur, wenn der Planet 90 Grad östlich der Sonne steht, und westliche Quadratur, wenn er 90 Grad westlich steht. Bei östlicher Quadratur kulminiert der Planet bereits gegen Mitternacht im Süden und ist abends gut sichtbar; bei westlicher Quadratur steht er morgens hoch am Himmel.
Quadratur ist für Beobachter wichtig, weil der Planet dabei in maximaler Elongation von der Sonne entfernt ist und gleichzeitig nicht in Opposition steht. Die Beleuchtungsphase ähnelt dann dem Halbmond - besonders bei Mars ist in Quadratur eine deutliche, einseitig beleuchtete Scheibe erkennbar. Die genauen Zeitpunkte lassen sich aus Ephemeriden entnehmen.